TRICKU 

Projektlaufzeit 2018 - 2022, ein Projekt im Rahmen von Kultur macht stark / Künste öffnen Welten (BKJ)

In dem Projekt TrickU haben sich unterschiedliche Institutionen der kulturellen Bildung unter Trägerschaft von Kunstreich im Pott e.V. zusammengeschlossen, um ein Konzept für kulturelle Angebote mit Kindern und Jugendlichen der Dortmunder Nordstadt zu entwickeln. Partner sind die Uzwei im Dortmunder U, das FABIDO Familienzentrum Dürener Straße, der Fachbereich Schule sowie der Planerladen e.V. mit ihren Jugendtreffs JUKI und KEZZ.  Gefördert wird das Projekt aus Bundesmitteln im Rahmen des Programms Kultur macht stark.

 

Ziel ist, die Medienprojekte, die seit 2010 in Kooperation mit dem Familienzentrum Dürener Straße durchgeführt werden, für andere Altersgruppen zu öffnen und mehr Kinder- und Jugendliche zu erreichen. Ausgangspunkt ist das Lebensumfeld der Kinder. Hierfür haben die Beteiligten zunächst Bündnistreffen organisiert, um die Angebote mit einem roten Faden zu verbinden und trotzdem die Individualität der unterschiedlichen Institutionen zu berücksichtigen. 

Grundidee und Konzeption

Durch Vorgängerprojekte bestand ein Kontakt zu dem FABIDO Familienzentrum Dürener Straße. Diese Kooperation, in der wir Medienkompetenz, Teamfähigkeit und Kreativität von Kindern zwischen drei und sechs Jahren seit 2010 in Trickfilmprojekten und seit 2013 zusätzlich in Foto-, Musik- und Erzählworkshops fördern, war Basis des Netzwerkes. In dem Projekt TrickU wollten wir nun Kinder anderer Altersgruppen zusätzlich ansprechen, da es für Kinder zwischen sechs und neun Jahren keine kostenlosen Medienangebote gab, so dass die Arbeit im Familienzentrum nicht als nachhaltig anzusehen war. Selbst im Dortmunder U war das minimale Alter zehn Jahre.

So haben wir nach weiteren Partnern der offenen Jugendarbeit im Dortmunder Norden gesucht.  Gemeinsam mit dem Fachbereich Schule, der Angebote im Rahmen des offenen Ganztags an Dortmunder Grundschulen koordiniert, entstand als erstes die Trickfilmwerkstatt im Dortmunder U. Kinder aus jeweils zwei Grundschulen der Dortmunder Nordstadt kommen ein Mal wöchentlich zusammen, um während eines Schulhalbjahrs gemeinsam einen Trickfilm zu drehen. Präsentation ist im U-Kino, um die Arbeit der Kinder wertzuschätzen  und die Eltern am Erfolg der Kinder teilhaben zu lassen.  Die Kooperation mit dem FB Schule bot die optimale Möglichkeit, Kinder in einer Struktur wie dem offenen Ganztag zu erreichen, ihnen Medienarbeit näher zu bringen, um sie dann in freien Angeboten der Jugendtreffs weiter dafür zu begeistern. So nahmen wir Kontakt zu den Jugentreffs JUKI und KEZZ des Planerladens auf. Das besondere Konzept dieser Einrichtungen besteht darin, auch Kinder und Jugendliche zu binden, die in anderen Einrichtungen nicht willkommen sind, weil sie z.B. Hausverbot haben.


TrickU 2020

Leider kein Jahresthema :-(  dafür viele Corona-Beschränkungen 

TikTok-Workshop mit dem LALOK

Workshopleitung Ulrike Korbach

TikTok ist der Megatrend bei Kindern und Jugendlichen. Aber auch anonym und gefährlich? Das glauben zumindest viele Eltern, und haben ihren Kindern einen eigenen Account verboten. Die Lösung: Ein eigener Account des LALOKs, viel Diskussion und Ausprobieren. Dann ist TIKTOK nämlich eine tolle Sache, bei der die Kinder lernen, ihre Aufnahmen zu planen und selbständig schneiden können. In dem Workshop entdeckten sie außerdem spielerisch ein Gespür dafür, wie sie sich präsentieren, was für ein Bild von sich sie vermitteln und wie sie sich sicher im Internet bewegen.

Sommerferien-Trickfilmworkshop an der Nordmarkt-Grundschule

Workshopleitung Ulrike Korbach

In den Sommerferien konnten die Kinder der OGS Nordmarktschule endlich wieder einen Trickfilm drehen. Natürlich alles ganz corona-konform, aber das ist ja beim Trickfilm kein Problem. Entstanden sind zwei Trickfilme. In "Im Dschungel" geht es um Freundschaft. In "Drachenhunger" können die Kinder ein Missverständnis aufklären.


TrickU 2019

Jahresthema "Der Schatz der Stadt"

Trickfilmwerkstatt im Dortmunder U

Workshopleitung Ulrike Korbach 

Die Trickfilmwerkstatt im Dortmunder  U wurde traditionsgemäß in Kooperation mit dem Fachbereich Schule der Stadt Dortmund konzipiert und umgesetzt. Schüler zwischen sieben und zehn Jahren aus der OGS der Libellen-Grundschule und der Grundschule Kleine Kielstraße trafen sich auf der UZwei, der zweiten Etage des Dortmunder Us. Sie entwickelten eine Geschichte zum Jahresthema "Der Schatz der Stadt", lernten filmische Methoden zur Umsetzung als Stop-Motion Film kennen und verfilmten ihre Story als. Stop-Motion Film. Das. ist ganz schön mühselig, aber das Durchhalten hat sich gelohnt. Ihr Film "Elternloses Abenteuer" feierte zuerst  im Juli 2019 Premiere im Kino im U und ist nun beim deutschen Jugendfilmpreis 2021 nominiert.

Wanja und Ariana hören sich ihre Sprachaufnahmen an.

YouTube- Werkstatt mit dem Juki

Workshopleitung Ulrike Korbach (Film), Mathias Frank (Schauspiel)

Entsprechend des Youtube-Formats „10 Arten“ haben wir die Dortmunder Nordstadt erkundet. Wo gibt es Spaß? wo können Kinder Infos über ihr Viertel bekommen oder einen schönen Tag zu verbringen? Den angemessenen Umgang mit YouTube lernten die Kids dabei ganz nebenbei. Es ist schon komisch, bei einem Interview gefilmt zu werden. Das kann ja nachher jeder sehen! Aber wie ist das eigentlich im Internet mit den selbst gemachten Aufnahmen?

Die Wunschmaschine 

Workshopleitung Ulrike Korbach (Film), Charlotte Zilm (Schauspiel)

In der Wunschmaschine haben 10 Kinder zwischen 5 und 13 Jahren ihre Wünsche filmisch umgesetzt. Von einem Märchen über einen Horrorfilm drehen bis zu Ballett und einer Sportschule.

In einer Woche der Herbstferien 2019 kooperierten wir mit der Tafel Dortmund und sprachen hierüber Kinder an. Die Teilnehmenden kamen aus einer Großfamilie, waren Geschwister, Cousins und Cousinen. Jedes Kind hat zuerst eine Idee entwickelt, was er oder sie mit einer Wunschmaschine machen würde. Dann ging's ans Drehen.

Der Herbstferienworkshop "Wunschmaschine" fand in Kooperation mit der Dortmunder Tafel statt. Herzlichen Dank!


TrickU 2018

Jahresthema "Piraten"

Der Dortmunder Hafen liegt im  Norden. Also war das Thema des ersten TrickU Jahres 2018 Piraten. Frei gefasst, bedeutete dies für die älteren Kinder, dass sie z.B. die Nordstadt mit Fotokameras und Tablet als „Urban Pirates“ erkundeten, aus den Fotos ein Brettspiel entwickelten und eine Fotostory.  Die Kleinsten dachten sich Piratengeschichten aus und drehten einen Piratenfilm mit unterschiedlichen Techniken. In der Trickfilmwerkstatt im Dortmunder U wurden Kinder der Nordmarkt-Grundschule zu Superpiraten.

Urban Pirates

Workshopleitung Mathias Frank

Die "Urban Pirates" entwickelten ein Spiel zur Nordstadt-Erkundung. 

Balla Balla Piraten

Workshopleitung Ulrike Korbach, 

5 -6 jährige Kinder des FABIDO Familienzentrums Dürener Straße haben sich eine Piraten-Geschichte ausgedacht und sie mit vielfältigen Mitteln umgesetzt. Der Filminhalt:

Die Piratencrew der Balla Ball Piraten entert ein Handelsschiff mit einem großen Goldschatz. Beim Umladen des Goldes auf ihr Schiff packen sie alles auf eine Seite des Piratenschiffs, so dass es kentert. Das Gold sinkt auf den Meeresboden und die Piraten fallen ins Wasser. Der Kapitän sucht nun das Weite. Seine Mannschaft ist ihm einfach zu dusselig. Der Papagei, der all Kommandos den Kapitäns auswendig kennt, übernimmt nun das Kommando.

Trickfilmwerkstatt im Dortmunder U  - Die Superpiraten

Workshopleitung Ulrike Korbach, 

 

Ein halbes Jahr lang besuchten Kinder der Nordmarkt-Grundschule wöchentlich dasDortmunder U, um ihren eigenen Piratenfilm zu drehen – denTrickfilm „Die Superpiraten“. Unter Leitung der Filmemacherin Ulrike Korbach und den Mitarbeiterinnen der Schule, Julia Burger und Nadja Knust, haben neun Kinder aus dem Offenen Ganztag Figuren gebaut, das Bühnenbild entworfen, eine Geschichte erfunden und schließlich jede Woche im Studio der UZWEI im U das Filmset aufgebaut und gefilmt. Der krönende Abschluss war die Präsentation ihres Werks im U-Kino auf großer Leinwand mit Premierenparty, Eltern, Geschwistern und Freunden.

Alle Piraten auf dem Schiff haben Superkräfte. Das nützt ihnen aber leider nichts, denn es ist nichts los. Bis eines Tages die Piratin Lilly, deren Superkraft das fotografische Gedächtnis ist, sich an eine Schatzkarte erinnert, die genau an ihrem Liegeplatz einen Schatz zeigt. Das Heben des Schatzes ist aber nicht so einfach. Jeder will seine Superkraft einsetzen und der oder die Größte sein. Alle scheitern, bis sie sich zusammentun, die gefährlichen Seemonster überlisten und den Schatz heben.

Herausforderungen und Lösungen im ersten Projektjahr 2018

Trickfilmwerkstatt im Dortmunder U: Bei der ersten Gruppe stellte sich rasch heraus, dass besonders die Kinder des ersten Schuljahres nach einem langen Schultag nicht mehr aufnahmefähig waren. Und auch mit  den Zweitklässlern war konzentriertes Arbeiten nur in Einzelfällen möglich. Einige der Jüngsten verließen das Projekt, anderen stellten wir Sitzsäcke zur Verfügung, damit sie sich bei Bedarf ausruhen konnten. In den Folgegruppen haben die begleitenden Betreuer daher hauptsächlich Kinder des dritten und vierten Schuljahres angesprochen, Zweitklässler nur in Ausnahmefällen. Grundprinzip blieb aber, dass nur Kinder ausschieden, die es selbst wünschten. Die begleitenden  BetreurInnen der offenen Ganztagseinrichtungen, haben wir gebeten, dass sie bei der Auswahl der Kinder auf einen guten Mix in der Gruppe achten, so dass einzelne Kinder, die sich schwerer in die Gruppe integrieren können, von dieser mit getragen werden. Kindern, die aufgrund der begrenzten Plätze oder ihres Entwicklungsstandes leider nicht an der Trickfilmwerkstatt teilnehmen konnten, haben wir auf unser Angebot im JUKI oder KEZZ aufmerksam gemacht.

KEZZ und JUKI: im KEZZ sollte eine Erzählwerkstatt stattfinden. Die Kinder waren jedoch überhaupt nicht mit Büchern vertraut, so dass sie schwer zu motivieren waren, was sich in einer großen Fluktuation ausdrückte. Daher hat die Workshopleitung Geschichte vorgelesen. Unter anderem stand Pipi Langstrumpf auf dem Programm. Zudem wurden die von den Kindern selbst erdachten Geschichten als Fotostories realisiert. Durch den Einsatz von Fototechnik konnten wir das Interesse der Kinder gewinnen.

 Im JUKI war die Aufmerksamkeitsspanne ebenfalls gering. Zudem gab es hier keinen Raum, der geeignet war, ungestört arbeiten zu können. Die Lösung bestand in einer Stadtteilerkundung. Die dabei entstandenen Fotos waren Ausgangspunkt für ein Brett-Spiel rund um die Nordstadt, das danach in Kleingruppen gebastelt wurde.