KINDERKELLER MIT AFRIKANISCHER POWERPERCUSSION
Westafrikanische Percussion mit Ingo Stanelle (Foto: Ulrike Korbach)

Das Trommelkonzert am 6.7.2013 des Percussionisten Ingo Stanelle mit den Kindern von St. Antonius begeisterte das Publikum beim Stadtteilfest der Welheimer Mark. Die Bottroper Zuhörer konnten eine eingespielte Band erleben, die traditionelle Musik aus Westafrika darbot. Bei den dazu passenden Liedern wurde das Publikum natürlich sofort mit einbezogen und sang aus voller Kehle mit. Bei der Zugabe sangen die Kinder über eine Frau aus Guinea, die so gern tanzt, daß sie sogar beim Autofahren tanzt!

Selbst ältere Menschen, die oft der typischen "Trommelmusik" eher reserviert gegenüberstehen, äußerten sich nach dem Konzert sehr positiv über die Performance.

 
Das gesamte Projekt konnte im Rahmen des Projektes INTERKULTUR in Kooperation mit dem Referat Migration BOT realisiert werden. Ein großes Dankeschön dafür!


WESTAFRIKANISCHE MUSIK IM KINDERKELLER - Djembé und Dundun traditionell
Ein Projekt von KUNSTREICH IM POTT, dem Percussionisten Ingo Stanelle und dem Kinderkeller St. Antonius.

Westafrikanische Percussion mit Ingo Stanelle (Foto: Birgit Schweizer)
 
Die WAZ Bottrop schreibt in ihrem Artikel vom 10.6.2013:
Bottrop. Laut, rhythmisch und etwas exotisch wird es jeden Montag im Kinderkeller K.o.T. in St. Antonius (In der Welheimer Mark 37). Neben dem dort regelmäßig von montags bis donnerstags nachmittags angebotenen Kindertreffs mit wechselndem Angebot und wechselnden Projekten – sie werden von Erzieherin Martina Thorwesten betreut – probt dort auch die elf Kinder starke Trommelgruppe rund um Musiker und Instrumentenbauer Ingo Stanelle.Bereits im vergangenen Jahr konnte die Schule das Musical erfolgreich auf die Bühne bringen. Für die Kinder und den gesamten Stadtteil Ebel war es ein so toller Erfolg und eine so große Bereicherung, dass wir das Projekt in diesem Jahr unbedingt neu einstudieren wollten.
Getrommelt wird im westafrikanischen Rhythmus „Kpanlogo“ auf Trommeln aus Tropenholz und Ziegenfell, den Djemben. Hinzu kommen zwei große Basstrommeln, die Dun-Dun, sowie eine Bananenglocke, die hier mit einem Schraubendreher gespielt wird.

 

Die jungen Drummer sind zwischen acht und 13 Jahre alt und proben seit Anfang des Jahres zusammen. Neben dem Trommeln klatschen und singen sie auch, und das sogar in verschiedenen afrikanischen Sprachen.
Doch wer glaubt, elf trommelnde und singende Kinder seien einfach nur laut, der irrt gewaltig. Es ist laut, aber es ist vor allem auch rhythmisch. Beim Zuhören wippt man automatisch mit dem Fuß mit. Das schnelle Trommeln und die für den Zuhörer unerwarteten Rhythmuswechsel erfordern von den Kindern höchste Konzentration und Koordinationsfähigkeit. Was viele überfordern würde, macht den jungen Musikern sichtlich Spaß und klingt richtig gut.
Die Kinder wechseln sich am Bass ab und keiner hat Hemmungen, laut und fröhlich mitzusingen: „Tanzt sie oder tanzt sie nicht?“, heißt es da. „Ja, sie tanzt sogar beim Autofahren!“
Auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Kinderkellers Dennis Annutsch sowie Musiker Ingo Stanelle sind mit Freude und Leidenschaft bei der Sache.
Der Trommelkurs wird organisiert vom Verein „Kunstreich im Pott“, der im ganzen Ruhrgebiet Projekte anbietet. Die Trommelaktion in St. Antonius läuft seit 2012 und wird im nächsten Jahr mit einem großen Abschlusskonzert im Bernepark beendet. Die jungen Trommler werden aber auch schon am 6. Juli auf dem Stadtteilfest in der Welheimer Mark auftreten.

 

Der Kinderkeller ist ein Mikroprojekt im Rahmen der „Interkultur“, einem  Kooperationsprojekt von Kunstreich im Pott e.V. mit dem Referat Migration der Stadt Bottrop. Ziel des Projekts ist, Migranten an kulturelle Angebote heranzuführen. Der Kinderkeller St. Antonius leiste „offene Kinder- und Jugendarbeit“, sagt Erzieherin Martina Thorwesten, „Hier kann jedes Kind hinkommen, unabhängig von seiner Religion oder dem Portemonnaie der Eltern.“ Bis zu 25 Kinder nutzen daher nachmittags das kostenlose Angebot. Auch die Ferienspiele, die der Kinderkeller zusätzlich anbietet, werden regelmäßig gut angenommen.