HÖRDEWOOD

In der Filmwerkstatt Hördewood konnten Kinder und Jugendliche ihre eigenen Themen in ihrer Bildsprache erzählen. Dazu haben Medienprofis die Teilnehmenden an der Kamera und in Interviewtechniken ausgebildet und sie haben Themen für kleine Dokumentarfilme und inszenierte Filmsequenzen gefunden.

Die Medienwerkstatt war ein Mal wöchentlich für 2 Stunden geöffnet. Die Kinder und Jugendlichen konnten selbständig ihre Themen bearbeiten. Wo nötig haben sie technische und inhaltliche Unterstützung bekommen. Ein Mal pro Monat gab es einen Thementag, an dem wir den Teilnehmern Themenanreize gegeben haben. Die Werkstatt wurde gut angenommen. Eine Herausforderung war, die Kinder unterschiedlichen Alters gleichmäßig zum Zug kommen zu lassen. Daher haben wir die Peers als Moderatoren eingesetzt, die neben der technischen Betreuung auch bei Konflikten als Streitschlichter fungierten.

 

Im den ersten 2 Monaten des Projekts haben wir Kinder aus den Vorgängerprojekten zu Peers ausgebildet. Wir haben ihre Kenntnisse bzgl. Kameraführung, dramaturgischem Aufbau von Filmclips und Schnitt wieder aufgefrischt und mit ihnen Clips analysiert. Im weiteren Verlauf hatte die Werkstatt immer Mittwochs geöffnet sowie nach individueller Terminabsprache. Die Peers sowie im Laufe des Jahres weitere Kinder erwarben den Medienführerschein, mit dem sie ihren sicheren Umgang mit der Technik nachweisen mussten, um im Anschluss selbständig Equipment ausleihen zu können. Die Kinder erstellten in Gruppen einzelne Clips im YouTube-Format. Von einer Veröffentlichung haben wir abgesehen, da einzelne Kinder keine Einverständniserklärung ihrer Eltern beibringen konnten und wir kein Kind ausschließen wollten.

 

Ziel war der Aufbau einer Medienwerkstatt für Kinder und Jugendliche, in der sie ihre eigenen Themen mit so viel fachkundiger Unterstützung wie nötig, journalistisch, fotografisch, als Hörfunkbeitrag oder kleinem Film umsetzen können.